Die Fassaden Hamburgs sollen grüner werden. Als eines der größten Projekte hierzu werden die Wände und das Dach des Wissenschaftsgebäudes auf dem DESY-Forschungsgelände aufwendig begrünt. Das sind 4.600 m², fast ein halber Hektar Wiese am Gebäude. Die Umweltbehörde fördert das Projekt mit 410.000 Euro.

Als Pilotprojekt befindet sich das Begrünungskonzept auf dem DESY-Forschungscampus im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld kurz vor der Fertigstellung. Die Forschungseinrichtung wächst. So ist in den nächsten Jahren eine Nachverdichtung des mehr als 50 Hektar großen Geländes geplant. Angestrebt wird eine effiziente Regenwasserbewirtschaftung zur Abkopplung vom städtischen Abwasserkanalnetz im Sinne von RISA (RegenInfraStrukturAnpassung). Erste Anlagen zur Regenwasserrückhaltung und -versickerung wurden umgesetzt. Bei weiteren Maßnahmen sind Dach- und Fassadenbegrünungen vorgesehen. Das Niederschlagswasser wird durch Gründächer weitgehend zurückgehalten, verdunstet und erst nach Sättigung der Vegetationsschicht abgeleitet. Abfließendes Oberflächenwasser wird in Teiche eingeleitet und damit das Grünwassernetz gespeist. Das Grünwassernetz dient der bedarfsgerechten Fassadenbewässerung.

Für die Forscher*innen von DESY passt das Projekt in vielerlei Hinsicht in die Zentrumsstrategie. „DESY als ein Forschungszentrum mit Weltgeltung muss neben der Sicherung einer internationaler Spitzenforschung auch dafür sorgen, seinen Forschungscampus ständig zu einem effizienten Ökosystem weiterzuentwickeln, in dem attraktive Arbeitsumgebungen, schneller Transfer von Forschungsergebnissen in Gesellschaft und Wirtschaft und insbesondere verstärkt nachhaltige Konzepte realisiert werden“, sagt Professor Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums.

Die Umweltbehörde fördert auch private Eigentümer*innen, die eine begrünte Pergola, vertikale Gärten oder Fassadengrün anlegen. Bis zu 40 Prozent der Kosten, maximal 100.000 Euro, können Antragsteller*innen erhalten.


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