Das Münchner Gebäude Werk 12 ist das beste Bauwerk des Jahres. Die Jury des Deutschen Architekturmuseums (DAM) kürte das Gebäude zum Gewinner, das auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände nahe des Münchner Ostbahnhofs steht. Das Areal entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem experimentierfreudigen Stadtviertel. Umlaufende breite Balkonstege und Kaskadentreppen charakterisieren das Gebäude nach außen; seinen frisch-frechen Auftritt erhält es durch riesige Buchstaben mit Comics entlehnten Lautmalereien an der Fassade, wie „AAHHH“, „OH“ und „WOW“. Innen weist der fünfgeschossige Bau eine hohe Flexibilität für verschiedenste Nutzeransprüche auf. Durch eingezogene Galerien in den hohen Räumen entstehen zusätzliche Ebenen. Offene Installationen und Sichtbeton prägen das Innere. Ein Fitness-Studio belegt drei Etagen, eine davon mit Pool. Dazu kommen verschiedene Gastronomienutzungen und Büroflächen. Das Gebäude stammt von dem niederländischen Architekturbüro MVRDV von Jacob van Rijs und den in München ansässigen N-V-O Nuyken von Oefele Architekten.

Die Präsentation zum DAM Preis 2021 zeigt aktuelle Architektur aus Deutschland und bemerkenswerte Projekte deutscher Architekturbüros in anderen Ländern. Eine Jury hat aus einer Longlist von über 100 zwischen Ende 2018 und Frühjahr 2020 fertiggestellten Gebäuden die 22 vorgestellten Bauensembles in Deutschland und drei Beispiele im Ausland ausgewählt. Aus dieser Shortlist wurden wiederum vier Bauten zu Finalisten für den DAM Preis 2021 nominiert, auf einer Juryfahrt begutachtet und schließlich das Gewinnerprojekt benannt.


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