Angesichts der aktuellen Infektionszahlen fordert der Verband Beratender Ingenieure (VBI) eine Reduzierung der Arbeitskontakte ohne verpflichtendes Homeoffice. Dazu erklärt VBI-Präsident Jörg Thiele: „Viele Unternehmen der Planungsbranche handeln bereits sehr umsichtig, indem sie Mitarbeitende voneinander trennen, Besprechungen digital abhalten, in öffentlichen Bereichen eine Maskenpflicht eingeführt haben, Dienstreisen vermeiden und auf den Baustellen ein Hygienekonzept umsetzen.“

Angesichts dieser Aktivitäten ist Thiele davon überzeugt, dass eine strafbewehrte Pflicht zum Homeoffice über das Ziel hinausschießen und die wirtschaftliche Erholung gefährden würde. Er fordert daher sowohl öffentliche als auch private Betriebe auf, wo möglich die Hygienekonzepte noch weiter zu detaillieren, um Arbeitskontakte soweit es geht einzuschränken. Insbesondere sollen auch Bund, Länder und Kommunen prüfen, wie sie von ihren 4,9 Millionen Beschäftigten mehr als heute ins Homeoffice bringen können, ohne jedoch eine Pflicht für alle einzuführen. Dabei sei auch sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden von zu Hause weiter arbeiten und beispielsweise Bauanträge genehmigen können.


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