Die Nutzung von Naturstein als Baumaterial geht weit zurück bis in die Antike. Doch erst erst ab 1955 wurde in Deutschland eine Versetzrichtlinie erstellt. 1970 kam dann die DIN 18515; eine erste Norm zur Befestigung von Natusteinbauteilen. Doch auf was muss man achten? Wie prüft man das Gestein? Was gilt auf der Baustelle und wie können Fehler vermeiden werden? Diese und andere Fragen beantwortet Anette Ritter-Höll in der vorliegenden Serie zu Natursteinfassaden. Im ersten Teil widmet sie sich Voraussetzungen, die ein Gestein erfüllen muss und wie es zu verankern ist.

Die heute hinterlüftete Fassade hat das Prinzip, dass jede Platte selbsttragend, zwängungsfrei gelagert, außenseitig gedämmt und mit einer Hinterlüftungszone von mindestens 2 cm versehen ist. Die Plattendicke als Platten-Nenndicke liegt bei 30 mm. Die Fassade aus Naturwerkstein ist mit der Einführung der DIN 18516 im Jahr 1990 genormt, auf der Grundlage der DIN 18515 aus dem Jahr 1970. Heute gilt die Ausgabe DIN 18516, Teil 3 aus März 2018.

Auswahl der Natursteine für eine Fassade

Würde man den jeweiligen Interessensvertreter glauben, dann wären „Hartgesteine“ immer hart und geeignet, und „Weichgesteine“ immer weich und ungeeignet. Für einen Planer und Architekten ist es oft sehr schwierig, bei den circa 5.000 Haupt-Gesteinssorten, die weltweit angeboten werden, das richtige Gestein zu finden, welches langfristig alle am Einbauort herrschenden Bedingungen erfüllt. In der DIN 18516, Teil 3 wird gefordert: „Die jeweilige Eignung des zu Verwendung kommenden Natursteins ist auf Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse […] mit Frost-Tau-Wechsel nachzuweisen, sofern keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.“ Die DIN 18299 verlangt, dass „Baustoffe für den Verwendungszweck geeignet sein [müssen].“

Den vollständigen Artikel können Sie in der aktuellen Ausgabe 05/20 der fassadentechnik lesen. Zum Abonnement gelangen Sie hier.

Einen Einblick in die tägliche Arbeit als Naturstein-Sachverständige gibt unsere Autorin Dr. Anette Ritter-Höll im Podcast-Interview, das Sie hier anhören können.


« News Übersicht