In Kärnten/Österreich steht seit 1957 oberhalb der Pasterze, dem längsten Gletscher der Ostalpen, und unterhalb der Nordwände des Großglockners eine blecherne Notunterkunft für Alpinisten. Aufgrund des langen und steilen Zustiegs ist das Glocknerbiwak in 3.205 m Höhe eine wichtige Notunterkunft und Schutzeinrichtung.

Nachdem die Hütte sanierungsbedürftig geworden war, hat der Österreichische Alpenverein den Bau eines größeren und modernen Not-Biwak beschlossen. So entstand das Polybiwak Typ 42. Der vollständig wärmebrückenfreie Wandaufbau besteht aus Aluminium, Schafwolldämmung, einer Dampfsperre und Innenverkleidung aus Birkensperrholz. Das Biwak ist mit einer integrierten aktiven Solar-Luft-Lüftungsanlage von Grammer Solar ausgestattet um eine permanente Durchlüftung zu garantieren. So werden mögliche Durchfeuchtung und Schimmelbildung unterbunden und damit Komfort und Langlebigkeit garantiert.

Der Aufbau des Biwaks war aufgrund der ausgesetzten Lage und schwierigen Zugänglichkeit eine spezielle Herausforderung. Sämtliche Teile, Werkzeuge und Helfer mussten per Helikopter ein- und wieder ausgeflogen werden. Das Gelände bot kaum den benötigten Platz um die Transport-Collis überhaupt abstellen zu können und zunehmender Regen und Schneefall erschwerten die Bauarbeiten und forderten das Team. Doch nach 2,5 Tagen waren die Arbeiten abgeschlossen.


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