Das Münchner Architekturbüro Allmann Sattler Wappner ist Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2020 für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF): Die Bestandserweiterung für Hotel und Gastronomie des Fünf-Sterne-Superior Golf- und Wellness-Resorts Der Öschberghof in Donaueschingen überzeugte die Fachjury unter Vorsitz von Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, mit einer perforierten Gebäudehülle, „deren textile Qualität die Gebäude in der Nacht von Innen leuchten lässt".

Am 17. September 2020 wurden neben dem Hauptpreis, ein Sonderpreis für Nachhaltigkeit und vier Anerkennungen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung – erstmals als Hybridveranstaltung mit den Nominierten, ihren Bauherren sowie FVHF-Ehrengästen in Berlin und parallel im Live-Stream auf YouTube – verliehen.

Das besondere Nachhaltigkeitskonzept des Recyclinghauses Hannover nahm die Jury zum Anlass, das Projekt von Cityförster Architekten mit einem Sonderpreis zu honorieren: „Das Experimentalhaus von Cityförster in Hannover ist eine kleine Revolution: Der Prototyp beweist, wie sich mit leicht verfügbaren Recyclingmaterialien vorbildlich ressourcenschonend bauen lässt. Der Denkanstoß aus Hannover befeuert die Diskussion über graue Energie und Ressourcenverbrauch und zeigt ganz nebenbei, wie Auswege aus einem aktuell umweltschädlichen Bauen gestalterisch höchst anspruchsvoll gelingen können“, resümiert die Jury.

Vier weitere Architekturbüros und die jeweiligen Bauherren erhielten für ihre herausragenden Projekte Anerkennungen: Knoche Architekten BDA für das Feuerwehrzentrum in Köln-Kalk, Meck Architekten für das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer in Poing, TRU Architekten für Überäume für Musikstudierende der UdK in Berlin sowie Von M für das Hotel Bauhofstraße in Ludwigsburg.

Die sechs preisgekrönten Bauten illustrieren ebenso wie die rund einhundert hochkarätigen Einreichungen die Gestaltungskraft der VHF und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Das Preisgeld von zusammen 11.000 Euro wird mit 5.000 Euro für den Gewinner, 2.000 Euro für den Sonderpreis und je 1.000 Euro für die vier Anerkennungen aufgeteilt.

Seit 1999 vergibt der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) im zweijährigen Rhythmus den Deutschen Fassadenpreis für VHF für ausgezeichnete Gebäudehüllen, die besonders herausragen.


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