Die Architekten von Hammeskrause Architekten sind neue Wege gegangen, um für zwei Schulen im Stuttgarter Stadtteil Möhringen eine Mensa zu gestalten. Sie haben gemeinsam mit den Schülern ein kunterbuntes Campusherz entwickelt.

Das gesamte Schulareal in Möhringen war vor dem Neubau vom Charme zweier Gebäude aus den 1960er-Jahren geprägt: Zweckbauten mit viel Beton und einem Flachdach. Nachdem die Baukörperfigur für die Mensa gefunden war, haben die Architekten die Schüler in die Gestaltung mit eingebunden. Schulverwaltungsamt, Hochbauamt und die Lehrer der Schulen unterstützten den außergewöhnlichen Weg.

Die Mensa war eingangs eine „sensible Situation“, da beide Schulen mit ihren unterschiedlichen Schülern und Ausrichtungen berücksichtigt werden mussten. Die Vision des Projektleiters Joep Kuys war: „Wir wollten ein Campusherz gestalten, das für alle Schüler schlägt. Einen großen, zentralen, zum Schulhof offenen Raum, eingebunden in die Grünflächen und räumliche Arrondierung des Schulgeländes.“

Das Haus mit Satteldach fügt sich mit seiner Sonderform archetypisch als Symbol in die Umgebung ein. „Das Objekt schreit geradezu: Ich bin eine andere Nutzung. Dach und Wand sollten hierfür aus ein und demselben Material sein. Wie eine Hülle“, erklärt Kuys. „Wir wollten alles mit einer Haut verkleiden: vom Boden bis zum First.“

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