Ein Hattrick fand kürzlich im NEXT-Studio Frankfurt statt. Erstmals wurde ein Event als Livestream durchgeführt und trug damit der coronabedingten Einschränkungen Rechnung. Vorgestellt bei diesem Livestream wurde ein neues Forschungsprojekt, das durch die TU Darmstadt initiiert worden ist und an dem sich auch Wicona beteiligt. Vor allem aber die dritte Neuerung dieses Hattricks hat es in sich: der 3D-Druck von Aluminiumbauteilen, genauer von dreidimensionalen Fassadenknoten.

Denn: Außergewöhnliche architektonische Fassadenkonzepte mit komplexen Geometrien und polygonalen Formen liegen mehr denn je im Trend. Vor diesem Hintergrund haben sich fünf Partner zusammengeschlossen, um gemeinsam einen komplett frei formbaren Fassadenknoten für Aluminiumprofilsysteme zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dabei decken die Beteiligten von der Forschung bis zur Montage auf der Baustelle alle wichtigen Bereiche ab.

Während Prof. Dr. Ulrich Knaack (TU Darmstadt, Institut für Statik und Konstruktion) seine jahrelange Expertise in puncto 3D-Druck und additive Fertigungs-verfahren mit einbringt, befasst sich Martin Manegold von imagine computation mit den digitalen Prozessen der Knoten-Generierung. Als 3D-Druck-Experten setzen Kai Kegelmann (Kegelmann Technik GmbH) und sein Team die modellierten Knoten mithilfe modernster Drucktechnik um. Und Martin Rossmanith (Rossmanith Fenster + Fassade) ist schließlich derjenige, der über die benötigte Praxiserfahrung eines seit Jahrzehnten etablierten Fassadenbauers verfügt. Unterstützt wird die Initiative vom Aluminiumsystemhaus Wicona – bei der Diskussionsrunde in Person von Dr. Werner Jager (Geschäftsführer Technisches Marketing).

Im Laufe der etwa einstündigen, von Martin Prösler (Prösler Kommunikation) moderierten NEXT Façade Session stellten die Experten das gemeinsame Projekt vor und erläuterten dabei die technischen und gestalterischen Möglichkeiten von 3D-gedruckten Fassadenknoten.

Zum Abschluss des Livestreams hatten die Zuschauer die Möglichkeit, per Chat Fragen direkt an die Expertenrunde zu stellen – was intensiv genutzt wurde. Warum werden die Knoten nicht besser gefräst? Oder auch: Wie erfolgt der statische Nachweis und die Prüfung der 3D-gedruckten Knoten? All dies beantworteten die beteiligten Partner ausführlich. Die Aufzeichnung des kompletten Events ist über den YouTube Kanal des NEXT Studio abrufbar. Weitere Informationen zu den Partnern und den 3D-gedruckten Fassadenknoten finden sich unter www.amvelope.com

Das NEXT-Studio ist ein Branchenprojekt von Wicona gemeinsam mit zehn weiteren Partnern aus dem Bereich Gebäudehülle.

Einen detaillierten Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe von fassadentechnik.


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