Wir zeigen, welche Notfallprogramme Planungsbüros in der Corona-Krise nutzen können. Dabei gewährt nicht nur der Bund Mittel, sondern auch die Länder. Ein Überblick:

  • KfW: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ermöglicht als Förderbank Unternehmen Kredite aufzunehmen und übernimmt bis zu 90 % der Risiken. Je nach Unternehmensgruppe können bis zu 1 Mrd. Euro beantragt werden. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf 25 % des Jahresumsatzes 2019, das doppelte der Lohnkosten von 2019, den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder 50 Prozent der Gesamtverschuldung des Unternehmens bei Krediten über 25 Mio. Euro.
  • BMWI: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gewährt Sofortzuschüsse für Kleinunternehmen und Soloselbstständige. So gibt es 9.000 Euro Einmalzahlung bei bis zu 5 Beschäftigten, 15.000 Euro bei bis zu 10 Beschäftigten. Beides jeweils für 3 Monate.
  • Bundesländer am Beispiel Hamburg: Über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) können Unternehmen einen Zuschuss im Rahmen der Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) beantragen. Es werden außerdem verschiedene darlehensbasierte Förderprogramme für Unternehmensfinanzierungen angeboten. Einige Förderungen können auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Corona-Virus entstehen.
    Auf Handwerksblatt.de sind die Notfallprogramme der einzelnen Länder aufgelistet.
  • Kurzarbeitergeld: Unternehmen können bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld (KUG) beantragen. Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben. Zudem werden anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent erstattet. Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.

« News Übersicht