An einer senkrechten Felswand des Sonnenstein, einem Berg im thüringischen Ohmgebirge und auf knapp 100 Meter Höhe, hat das Architekturbüro Stadermann einen 13,4 Tonnen schweren und 14 Meter langen Aussichtssteg realisiert. Der gläserne Boden musste dabei besonderen Anforderungen genügen.
Ein fest im Gelände verankertes Gegengewicht aus Beton sorgt dafür, dass sich auch weniger Mutige diesem besonderen Ausflugsziel nähern. Und auch mit dreckverschmierten und rutschigen Schuhen kann der Boden aus rund fünf Zentimeter dickem begehbaren Verbundsicherheitsglas betreten werden. Für dieses Projekt wurde der normale dreilagige Aufbau des verwendeten Glases zu einem vierlagigen aufgestockt. Das zusätzliche Gewicht wirkt sich dabei in keiner Weise auf die Trageigenschaften des Glases aus. Es erhöht lediglich die Bruchsicherheit.

Alles sauber - alles sicher
Für die Sicherheit der Besucher auf dem „Skywalk“ und gegen verkratztes Glas wurde eine besonders lange Sauberlaufzone, die aus einem Gitterrost und einer strukturierten, durchlässigen Matte besteht installiert. Ein siebgedrucktes Raster auf der Glasfläche sorgt zudem für eine grundsätzliche Rutschhemmung.
Um Bewegungen des Stegs abzufangen, ist das Glas in einer Stahlkonstruktion auf Silikonprofilen gelagert. Die Glasscheiben sind unter einander ebenfalls mit Silikonfugen verbunden, was leichte Bewegungen ebenfalls einschränkt. Etwaigem Regenwasser begegnen die Planer durch eine leichte Neigung der gesamten Konstruktion und nicht sichtbar eingebrachten Ablaufprofilen.
Aufgrund der erforderlichen Detailgenauigkeit wurde die Gesamtkonstruktion nicht vor Ort montiert sondern vorgefertigt angeliefert.
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