Herzstück der Sanierung des No.1 Court ist das 6.000qm große, verfahrbare Dach über dem Tennis Court. Um auch bei Regen, mit geschlossener Dachposition, optimale Bedingungen für die Spieler bieten zu können, wurde ein möglichst transluzentes Material gesucht.
       Die Wahl fiel auf eine PTFE-Membrane, die aus Teflon-Fasern gewebt ist. Insgesamt kamen für die Konstruktion des Daches 10 Hauptmembranen, 11 sogenannte Entwässerungsmembranen, 80 Batwing-Membranen zur seitlichen Abdichtung des Daches und eine vertikale Membrane zum südlichen Dachabschluss zum Einsatz. Die Membranen wurden über eine Länge von 65 Metern zwischen jeweils zwei der insgesamt elf Stahlbögen, welche den Tennisplatz überspannen, befestigt.       
       Gespannt werden die Membranen über Stahlseile. Anders als bei einem normalen Dach hat dieses Membrandach nicht nur eine feste Position, sondern ist durch die Verfahrbarkeit immer anderen Positionen ausgesetzt. Somit ergeben sich unterschiedliche Lastannahmen.
       Bei der Fassade war seele für die gesamten Außenfassaden des No.1 Court verantwortlich, sowohl für den Umbau der bestehenden Fassade als auch für den kompletten Erweiterungsbau mit 15 Suiten im vierten Stock. Insgesamt wurden ca. 8.350 Quadratmeter Fassaden mit unterschiedlichen Materialien wie zum Beispiel Aluminium, Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, Schichtstoffplatten und Glas umgesetzt.
       Für die Modernisierung des Bestandsgebäudes wählte seele Glasfassaden und verkleidete die Außenwände sowie die Treppenhausfassaden mit „Wimbledon-grünen“ HPL-Platten. Für den Erweiterungsbau setzte seele eine 1.200 Quadratmeter große Fassade aus dem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff WPC ein. Alle Suiten in diesem Bereich wurden möglichst transparent gestaltet, um viel freie Sicht zu erhalten.

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