Zu diesem Thema suchte der Egon-Eiermann-Preis in seiner zwölften Auflage visionäre Konzepte. Aus den 127 Einreichungen verlieh die Jury in der Eternit Akademie in Heidelberg vier gleichwertige Preise sowie vier Anerkennungen für den Architektur-Nachwuchspreis.
Preisträger 2017 sind Nick Chadde (Bauhaus Universität Weimar) mit seiner Transformation einer ehemaligen Ziegelei hin zu einem ruralen Landbad („Alte Ziegelei - Landbad Bordenau“), Kyra Mootz (Universität Stuttgart) mit dem Anti|Museum. Ein vielschichtiger Ansatz zur Vitalisierung des Geländes der ehemaligen Steinkohlegrube Frankenholz.
Für Artenvielfalt als Form gesellschaftlicher Utopien steht das Projekt „Samen-Bibliothek“ – der Preisträger Entwurf eines riesigen Samensilos von Johannes Wohlfahrt und Ralf Erdei (Universität Stuttgart). Philipp Hufschmid und Patrick Fromme (Technische Universität München) entwickelten mit „Handwerk als Impulsgeber“ ein nach Arbeitsschritten gegliedertes Gebäudeensemble in dörflichem Kontext.
Rolf Haberlah, Country Manager Eternit Fassade Deutschland erklärt das langjährige Engagement: „Die regelmäßige Förderung von Studierenden und jungen Architekten sowie die Zusammenarbeit mit den Hochschulen besitzt in der Unternehmenskultur von Eternit seit jeher einen hohen Stellenwert.
Die vier Anerkennungen gingen an Juri Franck (Universität Kassel) für „Der zweckfreie Raum - zeitgenössischer Archetyp im morphologischen Palimpsest der historischen Altstadt Grebensteins“; Jannis Petereit und Rebekka Kühn (Technische Universität Braunschweig) für ihr „Kulturarchiv Uckermark“ sowie an Lisa-Marie Hottenrott (Bauhaus Universität Weimar) mit ihrer „Wiederbelebung der Kirchtürme“ und an Lisa Schneider (Karlsruher Institut für Technologie) für das Projekt „Die Unausweichlichkeit des Raumes im Valle Maira“.
Die ausgezeichneten Arbeiten werden in einem Katalog dokumentiert, der zur Preisverleihung im Dezember erscheint.

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