Hilfe, wir wachsen! 2016 zogen 500.000 Menschen mehr nach Deutschland, als unser Land verlassen haben, rechnet das Statistische Bundesamt vor. Die meisten kommen übrigens aus dem europäischen Ausland.
Das hat Folgen. Unsere Großstädte beispielsweise wachsen in einem Maße, das wir früher nur aus ferneren Weltregionen kannten. Was das mit der Gebäudehülle zu tun hat? Mehr als man denkt! Und damit hat die neue Ausgabe von fassadentechnik unvermittelt das im Betreff genannte Subthema, das so ursprünglich gar nicht geplant war.
Denn die Konzeptionierung unserer Metropolen muss sich den daraus erwachsenden räumlichen und sozialen Erfordernissen stellen um lebenswert zu bleiben oder lebenswerter zu werden.
Sie müssen jetzt Flächen für Wohnungsbau aktivieren, Stadtraum mit Aufenthaltsqualitäten zur Verfügung stellen und den Ausgleich zwischen schützenswertem Bestand und zeitgemäßer Weiterentwicklung der Stadtlandschaft moderieren.
Die Fassade als Schnittstelle eines Gebäudes zur Umgebung ist da an vorderster Front involviert. Um aber ihre Möglichkeiten ausspielen zu können, muss ein Umdenken stattfinden.
Bedeutet: Die Fassade muss stadtplanerisch gedacht werden. Dieser Überzeugung ist jedenfalls Wolfgang Priedemann in unserer neuen Ausgabe. Im Gespräch mit der Redaktion und befreit von den Zwängen seines beruflichen Alltags hat er endlich die Zeit, die Ideen voranzutreiben, die in den Mühlen seines Tagesgeschäftes auf der Strecke geblieben sind.
Verblüffend, wie sich Produkt- und Stadtplanung da miteinander verbinden, welche funktionalen Ideen noch nicht gedacht wurden und was alles noch zu tun bleibt auf dem Weg vom Produkt zur lebenswerten Stadt.
Das kann, sollte und wird nebenbei bemerkt für alle Bauteilehersteller hervorragende Marktingargumente liefern.
Auch auf konstruktiver Ebene zeigen sich die Folgen für die Fassade. Daniel Kinz, Partner in einem Hamburger Architekturbüro und 1. Vorsitzender des BDA Hamburg, schildert in dem zweiten Interview in dieser Ausgabe, was serielles und modulares Bauen für die Gebäudehülle und für den Planungsprozess bedeutet.
Und wenn Sie schon immer mal wissen wollten, an welchem Punkt des Planungsprozesses sich die Konstruktionsart der Gebäudehülle entscheidet, lesen sie es hier.
Wenn es komplex, kompliziert und konzentriert wird, braucht man Experten. So geschehen bei der Entwicklung eines Funktionsteils für die Überkopfverglasung einer Hamburger Haltestelle.
Die 136 Meter lange und 32 Meter breite Konstruktion hat mit dem klassischen Wartehäuschen allerdings nichts gemein. Wie das Fassadenplanungsbüro FFT Bohner aus dem fernen Fichtenberg die Hamburger unterstütze, lesen Sie in der Beschreibung eines Projektes, das der Verbesserung der urbanen Mobilität geschuldet ist.
Ich wünsche unseren Beziehern eine informative Lektüre. Wer keine fassadentechnik bekommt, jetzt aber neugierig geworden ist, klickt hier.
Zwischen den Ausgaben informieren wir Sie unter www.fassadentechnik.de über aktuelle Ereignisse aus der Branche.
 
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