Das Internet der Dinge und die Smart City sind Entwicklungen wie sie es zuvor nur in Sci-Fi Kassenschlagern gegeben hat. Ob die Beleuchtung einer ganzen Stadt von einem Modul aus gesteuert wird oder das eigene Haus mit seinen Bewohnern in Dialog a la HAL 9000 aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum tritt - alles scheint möglich. Die neueste Innovation sind interaktive Fenster.
Das neue System wird durch WIFI und Bluetooth Schnittstellen sowie USB Anschlüsse für Speichermedien, Maus und Tastatur zum erweiterten Monitor. Emails checken, Computerarbeit oder Filmen gucken soll über das von Dutrex geplante Fenster möglich sein. Technisch realisierbar werden diese Funktionen durch einen Flüssigkristallbildschirm, der in einer Doppelverglasung in Kombination mit einem energieeffizienten Prozessor eingeschlossen ist.
Neben dem erweiterten Desktop spielen die „Smart Windows“ auch virtuelle Jalousien ab.

Manchmal eher undurchsichtig
Bisher wurden Flüssigkristallfenster als gestalterische Alternative zu Rollläden verwendet. Über eine zentrale Steuerung ist es dabei möglich alle Fenster oder nur ausgewählte einzufärben und zu verdunkeln. Damit haben Planer und Architekten die Möglichkeit auf Tageslicht zu reagieren, ohne in ihren Entwürfen einen extra Sonnenschutz einplanen zu müssen.
In verbautem Zustand konnten Besucher der BAU 2017 diese Innovation bereits an den Ständen von Merck Performance Materials und als Halio von AGC Glass Europe bestaunen.
Was die nun entwickelten Fenster besonders werden lässt, ist die Touch-Funktion, dank der Maus und Tastatur nicht zwingend angeschlossen werden müssen um auf die multimedialen Fähigkeiten des Glases zuzugreifen. In naher Zukunft soll der Serienverkauf der intelligenten Fenster beginnen.
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