Der Verband für Dämmsysteme, Putz & Mörtel (VDPM) ist im Mai 2017 aus einer Fusion des Industrieverbandes WerkMörtel e.V. (IWM) mit dem Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V. (FV WDVS) hervorgegangen. Der VDPM sieht sich unabhängig von Herstellformen, Rohstoffen, Materialien, Formulierungen und Lieferformen als ganzheitliche Interessenvertretung aller Mitgliedsunternehmen in den drei Branchensegmenten Dämmsysteme, Putz und Mörtel.
Der neu Verband hat aktuell 111 Mitglieder, darunter 5 Landesverbände, 45 außerordentliche und 29 Fördermitglieder. Damit sind praktisch alle maßgebenden Unternehmen aus der Branche und deren Umfeld Mitglied im Verband. Der VDPM hat seinen Sitz bereits in Berlin, nutzt aber aktuell noch die beiden Geschäftsstellen der fusionierten Verbände in Baden-Baden und Duisburg. Spätestens zum 1. Januar 2019 wird die Bundeshauptstadt alleiniger Verbandssitz.

Schnell handlungsfähig

Im September 2017 erfolgten die Festlegung der Verbandsziele und die Identifizierung der dafür notwendigen Strukturen. Zudem wurden die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte bis ins Jahr 2018 beschlossen.
Nun hat der Verband sehr zügig die fachliche Gremienarbeit aufgenommen. In der konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises Fassadendämmung am 12. Dezember 2017 in Duisburg wurden wichtige Weichenstellungen für die Verbandsarbeit in diesem Bereich vorgenommen.

Der Arbeitskreis umfasst rund 30 Mitglieder. In der neuen Verbandskonstellation ist nun Ralf Pasker als zuständiger Geschäftsführer verantwortlich. „Wir sprechen jetzt mit einer Stimme. Das bringt uns nicht nur inhaltliche Synergien, sondern auch Sympathien bei unseren Zielgruppen und Branchenpartnern“, berichtet Ralf Pasker von seinen ersten Erfahrungen seit der Fusion von IWM und Fachverband WDVS im Umgang mit den maßgebenden Institutionen in Berlin und Brüssel.

Arbeitskreis Fassadendämmung

Bei der konstituierenden Sitzung in Duisburg stand das Thema Europäische Normung von WDVS im Vordergrund. „Wir begleiten diesen Prozess sehr eng, nehmen zu allen Entwürfen Stellung, machen Formulierungsvorschläge und haben in einigen europäischen Gremien sogar die Federführung“, erklärt Arbeitskreisleiter Kay Beyen und bedankt sich bei den Experten aus den Mitgliedsunternehmen, die viel Zeit und Arbeit in das Projekt stecken. „Am Ende werden die auf europäischer Ebene getroffenen Regelungen auch in Deutschland gelten und die Zulassungen ablösen“, erläutert Ralf Pasker, „der Einsatz ist also in jeder Hinsicht gerechtfertigt.“
„Unser Markenzeichen ist die sachliche Information“, erklärt VDPM Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers. „Nach der Brandkatastrophe in London, an dem kein WDVS beteiligt war, gab es auch in Deutschland kritische Fragen zur Fassadendämmung, die wir beantworten müssen.“ Die Broschüre erklärt, welchen Einfluss eine Wärmedämmung auf den Brandschutz hat, welche Sicherheitsmaßnahmen die Bauordnungen vorsehen, wie sich verschiedene Bauweisen und Materialien voneinander unterscheiden und was bei Gebäuden, die schon gedämmt sind, zu beachten ist.
Das nächste Mal trifft sich der Arbeitskreis Fassadendämmung am neuen Verbandssitz in Berlin. „Der Standortwechsel von Duisburg und Baden-Baden in die Hauptstadt war unseren Mitgliedern wichtig, denn so haben wir zu allen technischen und politischen Institutionen kurze Wege und dort eine stärkere Wahrnehmung“, meint Hauptgeschäftsführer Dr. Riechers. Neue Büroräume in Berlin-Mitte habe man bereits gefunden.
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