Glas ist einer der faszinierendsten Werkstoffe in der Architektur. Hersteller Okalux lotet seit 50 Jahren die Möglichkeiten aus, die das Material bietet. Heute gehört der Isolierglashersteller zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Tageslichtnutzung und feierte Anfang Juli sein Firmenjubiläum in Marktheidenfeld.

„Um gute Lösungen zu finden, braucht es vor allem Experimentierfreude und ein hohes Maß an Beharrlichkeit“, meint Sebastian Otto, Firmengründer und bis heute aktiver Gesellschafter. „Beides gehört für mich zum Wesen von Okalux.“

Die Erfolgsgeschichte von Okalux beginnt Anfang der 1960er Jahre. Der entscheidende Impuls für die Geschäftsidee kam durch die Begegnung mit dem kreativen Materialforscher und Erfinder Hans-Joachim Dietzsch, der in einer Garage in Kreuzwertheim Hohlfasern aus Polyestergranulat herstellte. Otto übernahm 1963 dessen Firma und gliederte sie als Abteilung „Otto Kapillare“ in die familieneigene Fils-Textil GmbH ein. Das Tochterunternehmen bot ein gutes Umfeld, um zu experimentieren und mögliche Anwendungen auszuprobieren.

Inzwischen schätzen viele renommierte Architekten wie Steven Holl, David Chipperfield oder Norman Foster die ästhetische und funktionale Qualität der Produkte. Sie verlassen sich gerne auf die Glas-Lösungen von Okalux, wenn es darum geht, dass ihre Entwurfsgedanken in der Gebäudehülle stimmig Ausdruck finden. Aber nicht nur bei den großen Stars finden die Okalux Produkte Anklang. Weltweit setzen innovative Büros jeglicher Größe auf die gute Zusammenarbeit und insbesondere die Möglichkeit einer gemeinsamen Produktentwicklung.

Da über lange Jahre gereiftes Materialverständnis und das entsprechende Produktions-Know-how im Unternehmen sind die entscheidenden Faktoren für erfolgreiche Produktentwicklungen bei denen nahezu jeder Werkstoff in den Scheibenzwischenraum integriert wird – seien es filigrane Holzraster, Kapillareinlagen, Streckmetalle, Kaffeebohnen oder Kieselsteine.

Unter der Führung des aktuellen Geschäftsführers Oliver Hübler fokussierte sich Okalux in der Produktpolitik, um als mittelständisches Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft weiterhin wachsen zu können. 2008 wird vor diesem Hintergrund das Produktportfolio durch OKAGEL ergänzt. Das transluzente Aerogel im Scheibenzwischenraum ist aktuell einer der innovativsten Dämmstoffe. Damit erfüllt die Verglasung höchste Anforderungen an Wärmedämmung und lässt gleichzeitig natürliches Licht in den Innenraum.

Neben der energetischen Optimierung von Einzelprodukten geht der Trend in der Architektur mittlerweile immer stärker zu Systemlösungen. Okalux nimmt diesen integrativen Ansatz auf, um die komplexen und oft gegenläufigen Anforderungen an Fassadenprodukte zu erfüllen. Ein Beispiel ist die Entwicklung der neuen „Multifunktionalen Module“ des Unternehmens. Sie integrieren in einem einzigen Verglasungselement mehrere Einlagen, die völlig unterschiedliche Funktionen erfüllen – etwa maximale Wärmdämmung in der Brüstung, Lichtlenkung im Oberlichtbereich und völlige Transparenz dazwischen. Ein weiterer Vorteil dieser Systemlösung ist, dass sie auf der Baustelle rationell und kostengünstig montiert werden kann.

„Die Basis von allem ist nach wie vor der Spirit von Okalux“, betont Geschäftsführer Oliver Hübler, „Experimentierfreude, Liebe zum Detail, Leidenschaft für Qualität und eine große Begeisterungsfähigkeit der Mitarbeiter.“

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