In Mannheim entsteht aktuell der Neubau der Kunsthalle nach einem Entwurf des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner. In dieser Bauphase wird die zweite Fassadenbekleidung, ein Metallgewebe aus insgesamt 72 Paneelen auf einer Fläche von 4.600 Quadratmetern vor die bereits vorhandenen Faserzementplatten montiert.
Eine Bahn des Gewebes ist rund zwanzig Meter lang, circa drei Meter breit und setzt sich aus drei Millimeter dünnen Drähten und fünfundzwanzig Millimeter dicken Rohren aus Edelstahl, die mit vierkettigen Metallseilen verwebt wurden, zusammen.
Damit das Gewebe im Laufe der Zeit und unter witterungsbedingtem Einfluss, die sich dahinter befindende Fassade nicht beschädigt, wird es vorgespannt installiert. Die durch die Vorspannung wirkenden Kräfte, werden über die Befestigung und Unterkonstruktion an das Gebäude weitergegeben. Die Montage erfolgt an Kragarmen.
„Ein Gewebe, das ständig unter Vorspannung steht, dehnt sich mit der Zeit immer weiter aus. Man muss daher sogar im Vorfeld simulieren, wie es in fünf, wie in zehn Jahren aussehen wird.“, erklärt Hanno Diehl, Bauvorstand der Stiftung Kunsthalle Mannheim
Die Eröffnung des neuen Museums ist für Mitte Dezember 2017 geplant.
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