Der allgemeine Brandschutz wird in Deutschland in den Landesbauordnungen festgelegt. Dabei gibt es in den einzelnen Ländern kaum Unterschiede, da sich die Regelungen an der gemeinsam erarbeiteten Musterbauordnung (MBO) ableiten. In einer Mitteilung vom 15. Juni 2017, stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit den bestehenden Brandschutzvorschriften einen hohen Sicherheitsstandard aus.
Eine objektive Beratung zu Anforderungen an das jeweilige Gebäude wird durch Fachbetriebe des Maler- und Stuckateurhandwerks, Architekten, Brandschutzplaner, Fassadenplaner, Berater von Verbraucherzentralen und durch Energieberater sichergestellt.

Die Größe entscheidet
Die Anforderungen an die Außenwandbekleidungen sind in der Regel nach der Größe des Gebäudes gestaffelt und richten sich danach, wie schnell Bewohner sich selbst oder durch Rettungskräfte in Sicherheit gebracht werden können. Zudem ist die Brandweiterleitung auf maximal zwei Geschosse begrenzt.
Über das Brandverhalten von Außenwandbekleidungen muss vom Hersteller durch Versuche ein Nachweis erbracht werden. Die Begrenzung der Brandausweitung wird durch das verwendete Material sowie durch den Einbau konstruktiver Brandsperren geregelt.

Schwerentflammbarkeit ist ein Muss
Das Brandverhalten einer Außenwandbekleidung richtet sich nach der Baustoffklassifizierung und wird durch den verwendeten Dämmstoff beeinflusst. Dabei ist die Verwendung leichtentflammbarer Dämmsysteme generell verboten.
Welche Alternativen es gibt und wie sich Verbraucher mit bereits gedämmten Immobilien verhalten, lesen Sie im ausführlichen Bericht zur Brandsicherheit unterschiedlicher Dämmsysteme in der kommenden fassadentechnik Ausgabe 03/2017.
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