ThyssenKrupp gab am 8. Februar 2013 ein Optimierungsprogramm bekannt, das ein geplantes Einsparvolumen von rund 500 Millionen Euro bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 umfassen soll. Hintergrund ist, dass sich das Marktumfeld in der europäischen Stahlindustrie unter anderem durch hohe Rohstoff- und Energiepreise, CO2-Zertifikatehandel, den WTO-Beitritt Russlands sowie insbesondere durch konjunkturelle Unsicherheiten und ein deutlich reduziertes Verbrauchsniveau vor allem in Süd-West-Europa verschärft hat. Hohe Verluste durch Investitionen in Nord- und Südamerika kamen hinzu.

Der Konzern gab bekannt, dass im vergangenen Geschäftsjahr nur eine bereinigte EBIT-Marge von 2,2 Prozent erzielt wurde und damit die Kapitalkosten nicht mehr gedeckt seien.

Insgesamt soll im Rahmen des Optimierungsprogramms die Belegschaft bei Steel Europe von derzeit rund 27.600 um über 2.000 Mitarbeiter verringert werden. Davon betroffen sind auch die Verwaltungsbereiche in der Duisburger Zentrale. Die Maßnahmen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt sein.

Durch mögliche Verkäufe kann sich die Belegschaftszahl um weitere 1.800 Mitarbeiter reduzieren, so der Konzern. Die Unternehmensbereiche ThyssenKrupp VDM und Nirosta wurden bereits im Januar an den finnischen Konzern Outokumpu verkauft. Die Bauteilesparte ging im Sommer letzten Jahres an den irisch-englischen Konzern Kingspan.

Bild: ThyssenKrupp

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