Anfang Februar dieses Jahres hatteThyssen-Krupp mitgeteilt, die Edelstahltochter Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu zu verkaufen. Als Kaufpreis wurden 2,7 Milliarden Euro ausgehandelt. Die EU-Wettbewerbsbehörden müssten allerdings noch zustimmen. Was zunächst nach reiner Routine aussah, geht nun nicht reibungslos vonstatten.

Die EU-Wettbewerbshüter fanden offenbar Gründe, die Sache besonders genau zu prüfen. Die Finnen planen mit Inoxum den größten europäischen Edelstahlhersteller zu schmieden. Doch Brüssel fürchtet eine gefährliche Übermacht des erweiterten Outokumpu-Konzerns.

Am 20. September teilte die EU den Outokumpu-Managern mit, ihre bisherigen Zugeständnisse könnten die Bedenken in Brüssel nicht ausräumen. Der von den Finnen geplante Verkauf von Edelstahlfabriken in Schweden sei "möglicherweise nicht ausreichend", um die Inoxum-Transaktion zu genehmigen. Die Finnen besserten nach und boten den Verkauf eines Stahlwerks in Italien an, das mit mehr als 2500 Beschäftigen ein Brocken des Gesamtgeschäfts ist. Jetzt wird wieder geprüft.

Quelle: Süddeutsche.de

 Bild: Thyssen-Krupp, www.thyssen-krupp.com

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