Weil die Bundesregierung den Energieverbrauch für Neubauten drastisch senken will, müssen sich Bauherren auf zusätzliche Kosten einstellen. Nach der seit letzter Woche in der Bundesregierung beratenen Novelle des Energieeinsparungsgesetzes und der dazugehörigen Verordnung belaufen sich die ab 2014 anfallenden zusätzlichen Kosten auf rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr. Als Folge einer weiteren Verschärfung der Vorgaben im Jahre 2016 würde sich der Betrag verdoppeln und auf dann knapp 2,5 Milliarden Euro steigen. Allerdings wird in dem Entwurf darauf hingewiesen, dass den Zusatzkosten hohe Einsparungen bei den Kosten für Strom, Gas und Heizung gegenüberstünden. Bestandsgebäude sind von den Plänen nicht betroffen. Das Kabinett soll der Novelle Anfang 2013 zustimmen.

Gesetz und Verordnung, die vom Wirtschafts- und Bauministerium vorgelegt wurden, sollen eine Richtlinie der EU umsetzen. Ziele sind auch eine geringere Importabhängigkeit von Gas und Öl sowie eine größere Versorgungssicherheit. Im Kern geht es um schärfere Effizienzstandards für Neubauten. Hier sollen die zuletzt 2009 um 30 Prozent verschärften Mindestanforderungen an den Energieverbrauch in zwei Schritten - 2014 und 2016 - um je 12,5 Prozent erhöht werden.

Quelle F.A.Z.

 Bild: FLIR

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