"Das Smart Material House vonzillerplus Architekten und Stadtplaner, München, realisiert einen energiekonzeptionellen Ansatz, der in Zukunft die Passivhaus-Architektur grundlegend verändern kann", sagte Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg beim Richtfest. "Mit der innovativen PCM-Technologie können Passivhäuser vollständig klimaneutral beheizt werden." Fassade und Dach sind bei Smart ist Grün aktiver Teil des haustechnischen Konzeptes und somit mehr als reine Hülle oder Schutz vor Witterung und Klima. Sie erzeugen durch innovative Technologien Energie, die direkt im Haus verbraucht wird.

Smart ist Grün gehört zu den Modellen der "Smart Material Houses", mit denen die IBA Hamburg in der Bauausstellung neue und intelligente Baustoffe der Zukunft zeigt, die Gebäude und Fassaden dynamisch auf Veränderungen reagieren lassen. Die verschiedenen Fassadenelemente erzeugen und speichern Energie das ganze Jahr über. Ein sogenannter Latentwärmespeicher (PCM) nutzt und speichert Wärmeenergie zur Heizwärmeversorgung des Hauses und zur Verbesserung des Klimas.

Darüber hinaus besteht die Fassade aus gestaffelten Schichten: Gen Süden pflanzenbegrünte Fassadenelemente und Photovoltaik-Anlagen, als hintere Schicht eine Isolierverglasungsfront. Als letzte Schicht kann ein PCM-Vorhang als Kurzzeit-Wärmespeicher eingesetzt werden. Sowohl an der Außenhülle als auch auf dem Dach finden sich Photovoltaik und Solarthermieflächen. Überschüssige thermische Energie wird mit der PCM-Technologie gespeichert und in den Nahwärmeverbund eingespeist. So ist das Haus gleichzeitig Nutzer und Versorger im Energieverbund Wilhelmsburg Mitte.

Dass Grünes Wohnen zudem attraktiv ist, zeigt sich in vielen Elementen des Gebäudes. Natürlicher Sonnenschutz durch Grünvorhänge, viel Licht und Sonne in den Räumen der insgesamt 14 Wohnungen, großzügige Geschossgärten, die zwischen Begrünung und Verglasung auf der Südseite entstehen, und Terrassenflächen mit eigenen kleinen Gärten zeichnen das Wohnbauprojekt im Passivhaus-Standard aus.

Ebenfalls neu ist das integrierte E-Mobilitätskonzept: Vor dem Gebäude entsteht eine Schnellladung für E-Autos, zudem ist ein Car-Sharing in einer geschlossenen Benutzergruppe geplant. Für alle Wohnungen werden im Erdgeschoss zudem auf Wunsch zusätzlich Ladeeinrichtungen für E-Bikes und E-Roller in Form von Kombi-Boxen installiert.

Bild: IBA Hamburg

« mehr News