Algenreaktoren als Fassadenelemente an Wohngebäuden – am BIQ, dem Algenhaus in Hamburg-Wilhelmsburg, wird das Realität. Die Algenfassade verleiht dem Bau nicht nur ein ästhetisches und einzigartiges Gesicht, sondern ist auch wesentlicher Bestandteil des energetischen Konzepts, das Algen als Energielieferanten einsetzt.

BIQ ist weltweit das erste Gebäude mit einer Bioreaktorfassade als Teil eines ganzheitlich regenerativen Energiekonzepts. In Glaselementen werden Mikroalgen gezüchtet, die durch Photosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme produzieren. Die Wärme steht dem Haus als Heizenergie durch Wärmetauscher direkt zur Verfügung, Biomasse wird an anderer Stelle energetisch verwertet. BIQ gehört zu den Modellen der „Smart Material Houses“, mit denen die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA) neue und intelligente Baustoffe zeigt, die in Gebäuden und Fassaden verwendet werden.  

Der Bau schreitet unaufhaltsam voran: Am Montag, den 30. Juli 2012 feierten Stefan Wulff, Geschäftsführer der Otto Wulff Bauunternehmung und Dr. Martin Kerner von SSC Strategic Science Consult mit der Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, und IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg sowie allen Bauarbeitern und Handwerkern das Richtfest.

Hellweg sagte: „Das BIQ zeigt, wie richtig die Entscheidung war, Modellhäuser des 21. Jahrhunderts im Rahmen der Internationalen Bauausstellung zu bauen und dass die IBA Hamburg damit weltweit führend im experimentellen Wohnungsbau ist.“

Bild: Otto Wulff, Hamburg

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